Bilder vom 16. Deutschen Länderpokal 2007 in Rastatt

Pétanque - ein junger Sport - Altersdurchschnitt sank um über sechs Jahre

Auffälligster Eindruck: Pétanque wird nach 100 Jahren immer jünger.

Nicht nur, dass mit der in Rastatt nochmals von Allen beklatschten Einführung der Altersgruppe Espoirs jüngere Spielerinnen und Spieler zum Zuge kommen, auch in den altersunabhängigen Formationen findet ein Generationenwechsel statt.

Verbände, die nicht auf den eigenen Nachwuchs gesetzt haben, geraten immer mehr ins sportliche Hintertreffen.

Nirgendwo mehr als hier, wo sich die Landesverbände Auge in Auge gegenüberstehen und ihre Besten präsentieren, hat sich gezeigt, dass sich die Ablösung der bisherigen Spielergeneration, die z.B. noch die offenen Deutschen Meisterschaften miterlebt hat, zumeist vollzogen hat.

Und – alle Teams greifen gerne auf das taktische Mittel der Auswechselspieler zurück. Coaches überall – vor Jahren noch ein Novum bei der Mehrzahl der Verbände – heute eine Selbstverständlichkeit.

Die Equipes haben erkannt, dass der Mann/Frau außerhalb noch viel mehr mitbekommt vom Spiel, wo es harkt und Probleme während der Partie gibt.

Zahlreiche Spiele kippten durch die rechtzeitige taktische Auswechslung im Spiel.

Das Niveau ist fürs Frühjahr in Ordnung, die taktischen Finessen und die Spielpsychologie vor und zwischen den Spielen nimmt drastisch zu.

Allmählich haben Alle erkannt, dass damit enge Spiele zu gewinnen sind.

Ebenso greift wieder die nicht alte Erkenntnis, dass Teams, die in ein oder zwei der fünf Mannschaftsteile (S1, S2, E, D, J) qualitativ schwächer besetzt sind, nicht oben mitspielen können.  

Hier visuelle Eindrücke, festgehalten von Sukjai Eschbach:

Begrüssung durch Klaus Eschbach (rechts) und Alexander Bauer (am Mikro), links Jürgen Schrajer (Trainerbeauftragter des DPV) und Daniel Voisin (Bundestrainer)

Die Halle in Rastatt: Dank der wieder einmal vorzüglichen Hilfe des Boule Club Rastatt in Vorbereitung (Hotelvermittlung etc.), Bewirtung, Spielfeldpflege und technischem Know-How (so wurde noch am Samstag ein neuer Printer für das Event angeschafft), konnte die Veranstaltung reibungslos ablaufen. Trotz der einander überlagernden Spielrunden schlichen sich keine Fehler ein, weder am Computer noch bei der Spielfeldvergabe. Alexander Bauer hatte das Programm vorher eigens entworfen und getestet und führte sicher durch die Spielrunden.

Lutz-R. Busse sorgte für steten Informationsflow (Internet) nach draussen zu den Vielen, die sich zeitnah über den Stand der Dinge informieren wollten.

Die Spielbeobachter und Daniel Voisin hatten sich genauestens auf die zu erwartenden Spieler vorbereitet, eine Truppe aus 6 Trainern und Bundestrainer, die sich von Runde zu Runde neu besprach.

Die DPV-Spielbeobachter: Uwe Büttner, Uwe Kersten, Klaus-Dieter Wiebusch, Jürgen Schrajer (nicht im Bild: Friedrich Urbaczek und Heinrich Tewald), mit Daniel Voisin. 

Trotz allem konnte man keine Hektik erkennen, weil doch alles professionell vorbereitet war und auch so ablief.

Klaus Eschbach sorgte für die Einstimmung und mit den Sonderpreisen auch für eine Bereicherung der Siegerehrung, die er als Präsident des DPV durchführte.

Etwas, was niemandem aufzufallen schien, ist eine Erwähnung wert: Draussen konnte geraucht werden, drinnen – kein Glimmstengel. Alkohol nein danke. Ein Bierchen erst nach getaner Arbeit. Das alles erschien dem Beobachter als natürlich, so als ob das immer so gewesen sei, fiel deshalb also gar nicht erst auf. Ein Beweis dafür, dass diese Gebote nicht nur akzeptiert sind, sondern schon für die Meisten zu einer Selbstverständlichkeit geworden scheinen.

Das machte auf die Verantwortlichen vom DPV natürlich Eindruck.

Diesbezüglich einen Dank an die Teilnehmer. In wenigen Jahren werden wir darüber wahrscheinlich gar nicht mehr sprechen, so selbstverständlich ist das Verhalten der grossen Masse an Spielern zu den gültigen Regeln dann vielleicht zu sehen.

Die Schiris hatten es meist einfach. Sportliche Fairness ist über den Wettkampf der Sportler zu berichten.

Schiedsrichterbeauftragter Max Spitzer im Gespräch mit Oberschiedsrichter Patrick LeBars.

Die Teams:

Platz 8 der Gesamtwertung: Team NORD

Platz 7: Team SAARLAND

Platz 6: Team RHEINLAND-PFALZ

Platz 5: Team HESSEN

Platz 4: Team NIEDERSACHSEN

Platz 3: Team BAYERN

Platz 2: Team NORDRHEIN-WESTFALEN

Platz 1 und Länderpokalsieger 2007: Team BADEN-WÜRTTEMBERG

Die Formationssieger:

SENIOREN 1 & 2: Niedersachsen 1

ESPOIRS: Saarland

DAMEN: Baden-Württemberg

JUGEND: Baden-Württemberg

…sogar mit Originalunterschriften von Weltmeistern belohnt…

…Der Pokal konnte dieses Jahr nicht anders, er musste einfach ins ‚Ländle‘ gehen. Der vielleicht überzeugendste Sieg der Ba-Wü’ler, den sie bisher im Länderpokal erringen konnten.

  

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