WM Madagaskar 2016 – Tag 3

„Schwarzer“ Freitag endet mit 34. Rang

Dass diese WM unter einem guten Stern für das deutsche Team gestanden hätte, kann man nun wirklich nicht sagen.

Nach all den Anreise-Schwierigkeiten kamen im Turnier nun auch noch dazu, dass sich das Team selbst im Wege stand. Noch unter dem Eindruck des heutigen Freitags, der schonungslos zu Tage brachte, dass wir noch auf einem langen Weg zur Spitze sind, fasse ich hier die Partien des heutigen Tages zusammen. Unterstützt wurde ich von unserem, auf eigene Kosten mitgereisten Fan Burkharrd Heym aus Göttingen, der diese abenteuerliche Reise mitmachte und das geschehen live mitverfolgen konnte. Zusammen mit mir hat er die Partien begleitet und Aufzeichnungen gemacht, die ich mit meinen eigenen Spielbeobachtungen benutzen darf.

Deutschland – Slovakei 13:7 – 1. Spiel Schweizer System

Unser Team startete in der Aufstellung Sönke Backens, Raphael Gharany, Moritz Rosik.
Auf der Bank Pascal Keller und Coach Stefan Deuer

In der ersten Aufnahme konnte unser Team mit stark gelegten Kugeln gleich Druck auf die Slovakei ausüben, die allerdings bei einem Schuss die Sau erwischte. In der zweiten Aufnahme dann leider trotz Kugelvorteil eine Lochserie, die der Slovakei den ersten Punkt beschert.
In der nächsten Aufnahme kann Sönke mit seiner ersten Kugel, die Slovaken leer ziehen und mit sicherem Spiel werden die 5 Punkte gemacht. Die 4. Aufnahme bringt auf Grund eines erspielten Kugelnachteils, trotz gut nachgelegter Kugeln von Raphy den Slovaken wieder den Punkt. In der 5. Aufnahme ist trotz einer schlecht vorgelegten Kugel schon wieder ein Kugelnachteil durch schlecht gelegte Kugeln angesagt, der aber in der Endabrechnung kompensiert werden kann und uns einen weiteren Punkt bringt. 6:2, das Spiel bleibt aber labil. Es fehlt leider der Druck von vorne, der aber durch gut platzierte Schüße weitere 3 Punkte bringt, aber auch die Auswechslung von Sönke für den Pascal kommt. 9:2 und 50 Minuten gespielt. In der 7. Aufnahme kann dann Pascal auch den Druck nicht aufbauen und die Slovaken nutzen diese Situation aus mit einem 4er Schlag. 9:6. Die 8. Aufnahme dann wieder etwas symtomatisch: Verlegte Kugeln vorne, Raphy füllt den Milieu hervorragend aus und Moritz stellt die Gegner vor eine unlösbare Aufgabe, die mit einem Punkt für uns endet. 10:6. In der neunten Aufnahme dann ein weiterer Punkt für die Slovaken. 10:7. Dann der Pfiff und die Entscheidung der Jury nach Diskussion auch mit dem Schiedrichter, der anders entschieden hatte, dass dies schon als begonnene Aufnahme innerhalb der Zeit gilt und damit noch 3 Aufnahem zu spielen sind. Eine sonderbare Entscheidung. Unser Team zeigt sich doch etwas beeindruckt und spielt, wie es scheint, nicht mit voller Konzentration weiter. Die Slovakei wieder im großen Kugelvorteil, den sie sich aber mit der letzten Kugel zunichte macht. 11:7. Da Scheinen die Slovaken gebrochen. Eine gute erste von Pascal wird nicht wiedergewonnen, sodass er schön die 13 legen kann.

Deutschland – Schweiz 0:13 – Hallenwechsel und Molinas. 2. Spiel

Unser Team startete wieder in der Aufstellung Sönke Backens, Raphael Gharany, Moritz Rosik.
Auf der Bank Pascal Keller und Coach Stefan Deuer

Von Anfang an setzte uns Joseph Molinas mit seinen exakten Portees untr Druck, dem wir wenig entgegen zu setzen hatten. Auch Situationen, die eine kleine Chance für uns zeigten wurden entweder von den Schweizer bravourös gelöst oder konnten von uns nicht genutzt werden. Wir hatten trotz Wechsel von Sönke und auch Drehen im Team mit Raphy auf der Eins, einfach nicht die Möglichkeiten diese Spiel zu unseren Gunsten zu drehen. Das Ergebnis war die logische Folge.

Deutschland – Malaysia 3:13 – Junges Team das entspannt aufspielt. 3. Spiel

Unser Team startete wieder in der Aufstellung Pascal Keller, Raphael Gharany, Moritz Rosik.
Auf der Bank Sönke Backens und Coach Stefan Deuer

Die Malayen waren durch ihr Erstrundenergebnis schon unter Druck geraten, bei dem sie den Spaniern mit 0:13 unter die Räder kamen, nach ihrem Sieg gegen Indonesien, waren sie aber klar auf Kurs. Sie setzten unsere Mannschaft von Anfang an unter Druck, wogegen wir immer nur kurz dagegenhalten konnten. Erst in der 7. Aufnahme gelangen uns die ersten Punkte zum 2:7. Aber der Gegner spielte locker weiter und zog schon in der nächsten Aufnahme auf 2:11 weg. Der Punkt zum 3:11 noch ein kurzes Aufbäumen bevor in der 10. Aufnahme auch dieses Spiel für uns verloren war.

Deutschland – Holland 6:13 – 4. Spiel und Entscheidung

Das Team: Pascal Keller, Sönke Backens, Raphael Gharany
Moritz Rosik auf der Bank mit Stefan Deuer als Coach.

Wir mussten gewinnen, um noch eine Chance auf das Haupturnier am Samstag zu haben. Trotz Umstellung wollte es nicht gelingen Druck auf die Holländer auszuüben. Zuoft blieb nur die Reaktion, zu wenig Spiel in die Hand nehmen verbunden mit misslungenen Kugeln. Wir konnten zwar zum ersten Mal in der ersten Aufnahme in Führung gehen, aber das 2:0 wurde schon in der nächsten Aufnahme mit 4 dagegen aus der Hand gegeben. Die Mannschaft hatte aber noch Leben und konnte über 3:4, 4:4, 5:4 wieder mit 6:4 in Führung gehen. Es waren die kleinen Punkte, die unsere spätere Niedrlage vieleicht auch erklären lassen. Das Nachschießen wollte nicht gelingen und es blieb wenigstens der Punkt. Die Holländer nutzten unsere Schwäche und überholten uns mit zwei 2ern und einem 4er zum 12:6. Die zwischenzeitlich wütenden Starkregen mit Gewitter ließen dann auch die Beleuchtung ausfallen. Die Holländer waren davon unbeeindruckt und hatten beim 8:6 sogar die Möglichkeit mit dem letzten Schuss und dabeibleiben Schluss zumachen. Es wurden zum Glück nur 4 und wir versuchten mit einer Einwechslung von Moritz für Sönke noch etwas zu drehen. In der 10. Aufnahme war auch unsere letzte Hoffnung zerstört und die Holländer gewannen.

Deutschland – Taipeh 13:7 – Ein Sieg, leider ohne Wert. 5. Spiel

Die ebenfalls Chancenlosen Chinesen aus Taipeh lieferten einengagiertes Spiel, was aber in den einzelnen Spielpositionen keine hohen Quoten hatte. Schöne, aber zu wenige Treffer, der Chinesen gaben unserem Team bei ebenfalls durchwachsener Leistung trotzdem die letzte Gelegenheit auf einen Sieg, den sie nutzten.

Vorläufiges Fazit:

Das Turnier geht weiter, auch wenn es jetzt Nationen-Cup für uns heißt. Die Ehre verpflichtet uns nun im Nationencup vieleicht endlich zu zeigen, was in diesem Team stecken kann. Wir hoffen auf gute Spiele und werden uns am Samstag hoffentlich mit besseren nachrichten zu melden.

Ortszeit: 0:15 Uhr Gute Nacht!

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